Unser Labor stellt sich vor
Ein interessanter Blick hinter die Kulissen unserer Apotheke
Viele Leute glauben, eine Apotheke sei nur ein "Verkaufsraum" für Medikamente. Weit gefehlt! Unser 100-jähriges Jubiläum wollen wir zum Anlass nehmen, Ihnen mal einen Blick hinter die Kulissen zu erlauben. Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in einige Teilaspekte unserer täglichen Arbeit gewähren, die normalerweise "im Verborgenen" abläuft, und von denen die meisten Kunden im Verkaufsraum, "der Offizin", nichts ahnen.
Hierzu gehört unter anderem:
* Die chemische Kontroll-Analyse gelieferter Rohstoffe
* Anfertigung von "Individual-Rezepturen"
* Herstellung von Salben, Cremes und Pasten u.v.m.

Interessanterweise gehörte früher die Herstellung von Medikamenten sogar zum "Normalfall", während heutzutage tatsächlich der Verkauf und die Beratung in allen Fragen rund um das Medikament einen immer größeren Anteil unserer Arbeit einnehmen. Nichtsdestotrotz gibt es das Labor, in vielerlei Hinsicht unverzichtbar, wie Sie im folgenden sehen können.
Ein interessantes Beispiel von hoher Aktualität ist die (gesetzlich geforderte) Bereitstellung / Bereithaltung von Vogelgrippe-Gegenmitteln. Denn im Falle eines Falles wäre schnelles Handeln gefordert, und falls eine Vogelgrippe-Pandemie ausgerufen werden müsste (was wir alle nicht hoffen), wäre es die Aufgabe der Apotheken eine bestimmte Menge an Gegenmitteln aufzubereiten und Patienten (mit entsprechendem Rezept) zur Verfügung zu stellen.
Für all dies und noch viel mehr, wird das Apotheken-Labor benötigt. Aber lesen Sie selbst ...
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Prüfung eingehender Chemikalien
Ein Teil unserer täglichen Arbeit besteht darin, Individual-Rezepturen für Kunden / Patienten mit besonderen Anforderungen an Dosierung oder Wirkstoffkombination. Es gibt nicht immer für alle Krankheits- / Beschwerdeformen ein "passendes", industriell gefertigtes und fertig konfektioniertes Medikament. In solchen Fällen erstellen wir in unserem Labor quasi ein "maßgeschneidertes" Medikament, eine Medikation, die ein Arzt per Individual-Rezept verordnet. In solchen Fällen muss auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die für die Individual-Rezeptur eingesetzten chemischen Substanzen auch tatsächlich diejenigen sind, die verordnet wurden. Hierfür sind immer umfangreiche (Kontroll-)Prüfungen erforderlich, die wir im eigenen Labor durchführen.
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Man könnte meinen, dass die von den großen Pharmaproduzenten schon vor, während und nach der Substanz-Produktion durchgeführten Zwischen- und Endkontrollen ausreichen würden. Vielleicht tun sie das auch, aber trotz aller bereits erfolgten Checks gilt hier quasi das Prinzip "Arbeiten mit Netz und doppeltem Boden". Für Ihre Sicherheit!
Und so kommt es, dass jede in unserer Apotheke eingehende, gelieferte Substanz nochmals durch unser eigenes Labor auf Identität und auf Reinheit geprüft wird! Da es jedoch unglaublich viele Substanzen gibt, die zum Einsatz kommen können, gibt es auch ebenso viele Prüfverfahren. Und die Art und Weise, wie eine Substanz XY geprüft werden soll, ist exakt vorgeschrieben. Jede durchgeführte Prüfung (Kontroll-Analyse) wird genau protokolliert und archiviert.
Wegen dieser vorgeschriebenen Prüfungen, sieht unser Chemikalien-Labor-Regal auch immer so voll aus (siehe Bild).
All diese Dinge laufen, neben dem "normalen Ladenbetrieb" ständig hinter den Kulissen ab, hätten Sie das gedacht?
Herstellung von Individual-Rezepturen
Wenn es das "passende" Medikament mal nicht gibt
Es kommt immer wieder mal vor, dass aus irgend einem Grunde die auf dem pharmazeutischen Markt verfügbaren Medikamente nicht der gerade erforderlichen, patientenspezifischen Medikation entsprechen. In diesem Fall ist die Apotheke gefragt.

In solchen Fällen bietet Ihre Apotheke oft eine praktikable Lösung: der behandelnde Arzt verschreibt eine "Individual-Rezeptur", an Hand derer wir in unserem apothekeneigenen Labor das gewünschte Präparat herstellen.
Besonders häufig ist die Herstellung spezieller Salben, Chremes und Pasten. Auch hierbei können wir auf individuelle Anforderungen reagieren: werden spezielle Hilfsstoffe / Emulgatoren verlangt? Soll eine spezielle Wirkstoff-Kombination vorliegen? Soll die Konsistenz an die spezifischen Bedürfnisse angepasst werden? Soll eine Salbe vielleicht einen höheren oder geringeren Fettgehalt aufweisen? Muss es vielleicht
So kann es zum Beispiel vorkommen, dass erkrankte Kinder eine ganz spezielle, auf ihre individuellen medizinischen Belange zugeschnittene Medikation benötigen. Bei der Behandlung von Kindern sind die sonst verfügbaren Medikamente manchmal im Hinblick auf Dosierbarkeit, Wirkstoff-Kombination oder Darreichungsform nicht optimal.
eine Paste sein, wo der Wirkstoffgehalt über 50% liegt? Für viele Problemfälle hat Ihre Apotheke, haben wir, eine passende Antwort. Sprechen Sie uns an!
Schmuckstücke aus unserem Labor
Neben ihrem Nutzen haben manche Dinge auch ihren optischen Reiz!
Wie in vielen anderen Bereichen unseres Lebens, hält natürlich auch im Bereich der Pharmazie die Digital- und Computertechnik ihren Einzug. Dies bringt zwar zahlreiche Vorteile mit sich, insbesondere was Schnelligkeit und Präzision angeht. In einem Punkte aber, so meinen wir, waren "die alten Gerätschaften" unübertroffen: was das "Design" und den "optischen Charme" angeht. Viele der alten pharmazeutischen Geräte und Werkzeuge sind heutzutage echte Schmuckstücke. Einige besonders schöne Exemplare finden Sie auf der Seite "Pharmazie damals".

Frage: hätten Sie gewusst, worum es sich bei diesem Foto handelt? Wahrscheinlich nicht! Das Foto zeigt eine Schale mit sogenannten "Tarier-Kügelchen", die (früher) dazu benutzt wurden, beim Abwiegen chemischer Substanzen auszutarieren: Brutto (Gewicht mit Verbackung), Netto (Gewicht ohne Verpackung) und Tara (das Verpackungsgewicht / bzw. Gefäß-Gewicht).
Mit diesen Tarier-Kügelchen konnte man also früher bei Balkenwaagen eine "Nullstellung" erzeugen, eine leere Porzellan-Schale z.B. wurde auf die eine Waagenfläche gestellt und auf der anderen Seite so lange mit den Tarier-Kügelchen austariert, bis die Waage wieder im Gleichgewicht war. Dann konnte man mit der eigentlichen Chemikalien-Wägung beginnen. Heutzutage sind natürlich Digital-Waagen im Einsatz, bei denen die Austarierung "per Knopfdruck" erfolgt.
Aber wir meinen, das diese Kügelchen in der Schale einfach toll aussehen und quasi ein Symbol für die Genauigkeit und Präzision bei pharmazeutischer Tätigkeit darstellen.

Auf diesem Bild sind alte und neue Technik vereint: links eine Digital-Laborwaage, rechts die Waagschale einer alten Apothekerwaage, in der Mitte die schon oben erwähnten Tarier-Kugeln.
Diverse Labor-Utensilien: Spatel und Löffel zum Abwiegen trockener Chemikalien, links und rechts davon sehen Sie verschiedene Digital-Waagen, der aüßere gelbe Knopf auf der rechten Waage "Tare" macht heutzutage die oben beschriebenen Tarier-Kügelchen überflüssig.
* Die chemische Kontroll-Analyse gelieferter Rohstoffe
* Anfertigung von "Individual-Rezepturen"
* Herstellung von Salben, Cremes und Pasten u.v.m.

Ein interessantes Beispiel von hoher Aktualität ist die (gesetzlich geforderte) Bereitstellung / Bereithaltung von Vogelgrippe-Gegenmitteln. Denn im Falle eines Falles wäre schnelles Handeln gefordert, und falls eine Vogelgrippe-Pandemie ausgerufen werden müsste (was wir alle nicht hoffen), wäre es die Aufgabe der Apotheken eine bestimmte Menge an Gegenmitteln aufzubereiten und Patienten (mit entsprechendem Rezept) zur Verfügung zu stellen.
Für all dies und noch viel mehr, wird das Apotheken-Labor benötigt. Aber lesen Sie selbst ...
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Prüfung eingehender Chemikalien
Ein Teil unserer täglichen Arbeit besteht darin, Individual-Rezepturen für Kunden / Patienten mit besonderen Anforderungen an Dosierung oder Wirkstoffkombination. Es gibt nicht immer für alle Krankheits- / Beschwerdeformen ein "passendes", industriell gefertigtes und fertig konfektioniertes Medikament. In solchen Fällen erstellen wir in unserem Labor quasi ein "maßgeschneidertes" Medikament, eine Medikation, die ein Arzt per Individual-Rezept verordnet. In solchen Fällen muss auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die für die Individual-Rezeptur eingesetzten chemischen Substanzen auch tatsächlich diejenigen sind, die verordnet wurden. Hierfür sind immer umfangreiche (Kontroll-)Prüfungen erforderlich, die wir im eigenen Labor durchführen.

Und so kommt es, dass jede in unserer Apotheke eingehende, gelieferte Substanz nochmals durch unser eigenes Labor auf Identität und auf Reinheit geprüft wird! Da es jedoch unglaublich viele Substanzen gibt, die zum Einsatz kommen können, gibt es auch ebenso viele Prüfverfahren. Und die Art und Weise, wie eine Substanz XY geprüft werden soll, ist exakt vorgeschrieben. Jede durchgeführte Prüfung (Kontroll-Analyse) wird genau protokolliert und archiviert.
Wegen dieser vorgeschriebenen Prüfungen, sieht unser Chemikalien-Labor-Regal auch immer so voll aus (siehe Bild).
All diese Dinge laufen, neben dem "normalen Ladenbetrieb" ständig hinter den Kulissen ab, hätten Sie das gedacht?
Herstellung von Individual-Rezepturen
Wenn es das "passende" Medikament mal nicht gibt
Es kommt immer wieder mal vor, dass aus irgend einem Grunde die auf dem pharmazeutischen Markt verfügbaren Medikamente nicht der gerade erforderlichen, patientenspezifischen Medikation entsprechen. In diesem Fall ist die Apotheke gefragt.

Besonders häufig ist die Herstellung spezieller Salben, Chremes und Pasten. Auch hierbei können wir auf individuelle Anforderungen reagieren: werden spezielle Hilfsstoffe / Emulgatoren verlangt? Soll eine spezielle Wirkstoff-Kombination vorliegen? Soll die Konsistenz an die spezifischen Bedürfnisse angepasst werden? Soll eine Salbe vielleicht einen höheren oder geringeren Fettgehalt aufweisen? Muss es vielleicht
So kann es zum Beispiel vorkommen, dass erkrankte Kinder eine ganz spezielle, auf ihre individuellen medizinischen Belange zugeschnittene Medikation benötigen. Bei der Behandlung von Kindern sind die sonst verfügbaren Medikamente manchmal im Hinblick auf Dosierbarkeit, Wirkstoff-Kombination oder Darreichungsform nicht optimal.
eine Paste sein, wo der Wirkstoffgehalt über 50% liegt? Für viele Problemfälle hat Ihre Apotheke, haben wir, eine passende Antwort. Sprechen Sie uns an!
Schmuckstücke aus unserem Labor
Neben ihrem Nutzen haben manche Dinge auch ihren optischen Reiz!
Wie in vielen anderen Bereichen unseres Lebens, hält natürlich auch im Bereich der Pharmazie die Digital- und Computertechnik ihren Einzug. Dies bringt zwar zahlreiche Vorteile mit sich, insbesondere was Schnelligkeit und Präzision angeht. In einem Punkte aber, so meinen wir, waren "die alten Gerätschaften" unübertroffen: was das "Design" und den "optischen Charme" angeht. Viele der alten pharmazeutischen Geräte und Werkzeuge sind heutzutage echte Schmuckstücke. Einige besonders schöne Exemplare finden Sie auf der Seite "Pharmazie damals".

Mit diesen Tarier-Kügelchen konnte man also früher bei Balkenwaagen eine "Nullstellung" erzeugen, eine leere Porzellan-Schale z.B. wurde auf die eine Waagenfläche gestellt und auf der anderen Seite so lange mit den Tarier-Kügelchen austariert, bis die Waage wieder im Gleichgewicht war. Dann konnte man mit der eigentlichen Chemikalien-Wägung beginnen. Heutzutage sind natürlich Digital-Waagen im Einsatz, bei denen die Austarierung "per Knopfdruck" erfolgt.
Aber wir meinen, das diese Kügelchen in der Schale einfach toll aussehen und quasi ein Symbol für die Genauigkeit und Präzision bei pharmazeutischer Tätigkeit darstellen.

Diverse Labor-Utensilien: Spatel und Löffel zum Abwiegen trockener Chemikalien, links und rechts davon sehen Sie verschiedene Digital-Waagen, der aüßere gelbe Knopf auf der rechten Waage "Tare" macht heutzutage die oben beschriebenen Tarier-Kügelchen überflüssig.