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Infektions-Krankheiten

Grippe (Influenza)

Bei der echten Grippe (medizinisch “Influenza“) handelt es sich um eine durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit. Man unterscheidet drei verschiedene Virus-Formen: die Influenza A- , Influenza B- und Influenza C-Viren. Als Erreger der echten Grippe treten die Vertreter des A-Typs sehr häufig, die des C-Typs dagegen sehr selten auf. Die Ansteckung erfolgt häufig per "Tröpfcheninfektion" über sogenannte “Exspirationströpfchen “: so entsteht z.B. beim Husten oder Niesen eine Tröpfchenwolke, die, wenn sie von einer infizierten Person ausgeht, eine hohe Virenlast mit sich trägt. Unter normalen Bedingungen können wir eine solche Tröpfchenwolke nicht sehen, und so kann es schnell passieren, dass man sich beim Durchqueren einer solchen Wolke infiziert: durch Einatmen gelangen die Viren in die Lungen. Aber auch die Schleimhäute des Mundes oder der Augen können als “Eintrittspforte“ dienen. Ein Mundschutz hilft oft in doppelter Hinsicht: er verhindert einerseits die Tröpfchenwolkenbildung durch die erkrankten Personen, andererseits verhindert er das Einatmen virenhaltiger Tröpfchen bei gesunden Personen.

Neben der Tröpfcheninfektion besteht aber auch eine große Gefahr durch eine sogenannte “Kontakt-“ oder “Schmier-Infektion“: abhängig von der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit können die Viren auf infizierten Oberflächen von Gegenständen, Möbeln etc. bis zu 48 Stunden überdauern.

Als vorbeugende Maßnahmen, die schnell und unkompliziert umzusetzen sind, bieten sich also (unter anderem) folgende Dinge an:

Als wirksamste medizinische Vorbeuge-Maßnahme dient natürlich die Grippe-Impfung.

Ein großes Problem und stetige medizinische Herausforderung hierbei stellt die enorme Wandlungsfähigkeit der Influenza-A Virustypen dar: jedes Jahr muss ein angepasster Impfstoff neu entwickelt werden, damit die Impfung auch möglichst wirksam gegen neu kursierende Virus-Varianten ist. So sollten auch Personen, die im Vorjahr sich haben impfen lassen, über eine “Auffrisch-Impfung“ nachdenken. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt über Ihren persönlichen Impfstatus und klären Sie mit ihm Chancen und Risiken einer Auffrisch-Impfung ab!

Vorbeugung ist bei der Influenza insbesondere auch deshalb besonders wichtig, da es nach einer Infektion manchmal (bei ca. 20% der Fälle) zu einem schwereren Verlauf der Krankheit kommen kann. Manchmal kommt es zu sogenannten “Sekundärinfektionen“ (bakterieller Art), gegen die sich der durch die bereits vorliegende Virus-Infektion geschwächte Organismus schlechter zur Wehr setzen kann. Bei immungeschwächten Personen kann es dabei zu einer oft lebensbedrohlichen Lungenentzündung kommen. Andererseits nimmt die Influenza bei ca. 80% der Infizierten einen milden oder leichteren Verlauf, oft sind sich die Infizierten gar nicht bewusst, dass sie an einer “echten“ Grippe erkrankt sind. Und nach einer sogenannten “Latenzzeit“ von ca. 3 Tagen können infizierte Personen auch selbst wieder anderere infizieren, und so zur Verbreitung der Grippe beitragen.
Falls es nun trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nun doch zu einer Infektion mit einem Influenza-Virustyp gekommen ist (Diagnose durch den Arzt), kommt eine antivirale Therapie in Betracht. Hierbei ist es oft das Ziel, die Krankheitsdauer zu verkürzen und weitere Komplikationen zu verhindern. Ihr Arzt wird entscheiden, ob neben der spezifischen antiviralen Therapie auch eine begleitende Antibiotika-Therapie (bei Vorliegen einer Sekundär-Infektion) oder eine zusätzliche symptomatische Therapie (z.B. fiebersenkende Mittel, Schmerzmittel) sinnvoll ist.